Was ist ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und warum ist es für Unternehmen ein Muss

„Mensch Klaus, wie geht es dir? Wir haben uns ja ewig nicht mehr gesehen. Kennst du mich noch? Ich bin es, Florian von damals aus der Schulzeit.“

„Hallo Florian, das ist eine nette Überraschung. Es freut mich sehr, dich mal wieder zu sehen. In ein paar Worten, mir geht es spitze. Ich bin mittlerweile verheiratet, habe 2 Söhne und bin Prokurist und Gesundheitsbeauftragter eines gut laufenden mittelständischen Unternehmens. Wie geht es dir?“

„Ach Klaus, wenn ich ehrlich zu dir sein sollte, mir geht es momentan gar nicht gut. Ich arbeite in einem großen Baubetrieb als Facharbeiter. Seit ein paar Jahren hat es bei mir angefangen, dass ich massive Rückenschmerzen und Knieprobleme bekommen habe. Letztes Jahr wurde ich von meinem Arzt 2 Monate am Stück krank geschrieben und das auch noch in der Phase als wir die höchste Auftragslage im Betrieb hatten. Ich habe viele Medikamente und Spritzen zur Schmerzbehandlung bekommen und mich schlussendlich wieder zur Arbeit gequält. Dieses Jahr erlitt ich einen Bandscheibenvorfall und bin seit Beginn diesen Jahres arbeitsunfähig. Von meinem Betrieb habe ich lange nichts mehr gehört und wurde gerade aus der REHA entlassen. Einen Schwerbehindertenausweis mit einem Grad der Behinderung von 50 liegt mir mittlerweile vor. Ein richtiger Schock, ich hänge in den Seilen und weiß nicht wie es weitergehen soll.“

„Das tut mir leid, Florian! Warum steht dein Betrieb eigentlich nicht mehr mit dir in Kontakt? Hast du kein Angebot für ein BEM wahrgenommen?“ „Ähhhm nein, was ist denn eigentlich ein BEM?“

„Wenn du willst, Florian, ich habe noch etwas Zeit bis zum nächsten Termin um 14:00 Uhr. Lass uns doch hier noch einen Kaffee trinken und ich erkläre dir in Kürze was ein BEM ist…..“


Die Bedeutung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM)

BEM bedeutet Betriebliches Eingliederungsmanagement. Das BEM gibt es seit knapp 15 Jahren und ist  für Arbeitgeber, unabhängig von der Unternehmensgröße, Pflicht! Die dazugehörige Gesetzeslage ist im Sozialgesetzbuch (SGB) IX §167 geregelt. Ist ein Beschäftigter (m/w) innerhalb eines Jahres länger als 6 Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig, muss der Arbeitgeber reagieren. Sprich das Unternehmen muss seinem erkrankten Mitarbeiter (m/w) ein BEM anbieten.

Ziel ist es, alle Möglichkeiten gemeinsam zu prüfen und Maßnahmen einzuleiten, so dass die Arbeitsunfähigkeit möglichst überwunden werden kann und mit Hilfeleistungen eine erneute Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt wird. Du kannst dir das ähnlich wie ein Projekt vorstellen. Bei einem BEM-Verfahren wird geplant, gesteuert, kontrolliert und initiiert, so dass dein Arbeitsplatz möglichst gesichert bleibt.

Hinzugezogen werden zuständige Interessenvertretungen, darunter zählen z.B. der Betriebsrat,- Werks,- Amtsarzt, in deinem Fall auch die Schwerbehindertenvertretung und das Integrationsamt, da du einen GdB von 50 hast.


Hintergrund zum BEM:

Laut Untersuchungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse wurde festgestellt, dass nach 6-monatiger Arbeitsunfähigkeit, unabhängig vom Krankheitsbild, ca. 50 % aller Patienten (nur noch) erfolgreich wiedereingliedert werden können. Nach 12 Monaten liegt die Rate nur noch bei 10%.


Nutzen und Ziele des BEM   

  • Oberste Priorität einer Firma sollte die Erhaltung und Bindung seiner Mitarbeiter/innen an das Unternehmen sein, sonst verliert ein Betrieb seine Potenziale. Ein Problem, wenn du den stetig zunehmenden demographischen Wandel betrachtest
  • Die Reduzierung der Arbeitsunfähigkeitszeiten sollte sowohl dem Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber am Herzen liegen
  • Die Förderung der Gesundheit der Belegschaft ist sowohl ein persönliches als auch betriebliches Ziel
  • Eine positive Auswirkung auf die Mitarbeiterzufriedenheit und Identifikation mit dem Betrieb (Employer Branding)
  • Vermeidung von Streitigkeiten und Kündigungen
  • Zuschusszahlungen, Fördermittel, Hilfeleistungen von Rehabilitationsträgern, Wiedereingliederungen, u.v.m.

 

 

 

 

 

 


Die häufigsten Krankheitsarten sind:

  • Erkrankungen des Muskel-Skelett- Systems
  • Psychische Störungen
  • Atmungssystem

Weisst du, dass du mit deinem Problem gar nicht alleine bist? Und weisst du was wirklich krass ist Florian? Die Statistik. Die Chance, dass sich die Arbeitsbewältigungsfähigkeit erhöht ist bei:

  1. Verstärkter körperlicher Aktivität (Sport, Bewegung) das 1,8-fache
  2. Verringerung der monotonen Tätigkeiten das 2,1-fache
  3. Erhöhte Anerkennung durch Vorgesetzte das 3,6-fache

„Florian, seit wir  in unserem Betrieb das BEM und ein Betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt haben, hat sich sowohl die Krankheitsquote als auch Mitarbeiterzufriedenheit drastisch verbessert. Ich kann euch nur empfehlen, dass ihr das BEM in eurem Betrieb einführt.

 

Die Firma Smile for Future kann deinem Betrieb als Externer Dienstleister sicherlich weiterhelfen. Die haben für die Implementierung des BEM sehr gute Ablaufprozesse und wissen auch welche Möglichkeiten und Vorgehensweisen die richtigen sind. Am besten du nimmst mit Smile for Future Kontakt auf oder gibst den Kontakt an deinen Betrieb weiter. 

Personalberatung für Unternehmen   

…..Jetzt muss ich leider schon wieder los Florian. Lass uns in Kontakt bleiben. Es hat mich sehr gefreut dich mal wieder zu sehen. Hier hast du meine Visitenkarte. Melde dich und gute Besserung dir!“

„Vielen Dank dir Klaus für deinen hilfreichen Tipp. Ich melde mich, es hat mich sehr gefreut, dich wieder zu sehen -Ciao!“

Sascha Henrich

Sascha Henrich

Inhaber Smile for Future Berufserfahrung: Personalleitung, HR-Referent, Projektleiter, Coach Expertise: Personalentwicklung und Bewerbermanagement Bewerbungscoaching Dozent und Trainer Qualifikationen: DHBW – Betriebswirtschaftliches Studium (B.A.) Weiterbildung zum Bewerbercoach Zertifizierter Ausbilder

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