Deine Hürde – Stay cool!

Heute hat uns Anna (15 Jahre, 9. Klasse Werkrealschule) eine Anfrage gesendet und ihr Herz ausgeschüttet.

„Liebes Smile for Future Team,

ich bekomme echt die Krise. Seit geraumer Zeit machen mir meine Eltern, Großeltern, Lehrer und sogar Mitschüler Druck, dass ich mich um einen Ausbildungsplatz kümmern sollte. Zudem werde ich täglich gelöchert, was ich denn vorhabe nach meiner Schullaufbahn zu machen. Dann der Klassiker: Für welchen Beruf ich mich denn interessiere, was für Berufe eigentlich heute noch Zukunftsperspektive haben. Zudem weiß es jeder von ihnen besser was ich machen soll. Könnt ihr mir helfen? Ich habe keine Ahnung was ich tun soll.“

Viele Grüße und Danke

Anna S.

 

 

Liebe Anja,

vielen Dank für deine offenen Worte. Gerne helfen wir dir weiter. Dennoch wollen wir dich erst einmal beruhigen. Atme tief durch und besinne dich! Ein Patentrezept für deinen kommenden Lebensabschnitt muss nicht sofort parat liegen. Viel wichtiger ist, dass du deshalb nicht in ein Loch fallen solltest. Vielen Schülern geht es genau gleich. Ist deine Motivation ins Berufsleben einzudringen vorhanden? Hast du dich dafür entschieden, dass du nicht mehr die Schulbank drücken willst und daher eine Ausbildung beginnen magst? Nur du weißt noch nicht wohin die Reise gehen soll? Keine Sorge „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ und „Viele Wege führen gewöhnlich nach Rom“. Wir finden für dich eine Lösung.

Mach dir klar, dass der Entschluss für eine Ausbildung zwar den Start ins Arbeitsleben prägt, aber er entscheidet nicht über deine gesamte Karriere. Berufsbilder ändern sich mittlerweile sehr schnell. Glücklicherweise hast du heutzutage die Möglichkeit an unzähligen Weiterbildungen und Qualifizierungen teilzunehmen, die dir bei deinem beruflichen Erfolg oder deiner persönlich gewünschten Entwicklung zubuttern. Du bist sicher eine charismatische Powerfrau und willst dich weiterhin entwickeln. Daher sollst du dir beruflich keine Sorgen machen. Diese Tatsache bewahrst du vorerst gedanklich im Hinterkopf. Stell dir bildlich vor: Dein beruflicher Werdegang ist wie das Gedeihen einer Pflanze. Momentan befindest du dich im Anfangsstadium. Nennen wir es daher „das Stadium des Säens“. Sprich, wir schauen zu Beginn, welcher Boden für dich am nahrhaftesten ist. Dort streuen wir das Saatgut aus und lassen es aufkeimen. Das nächste Entwicklungsstadium ist das „Wachsen lassen“. Das vergleichst du mit deiner Ausbildung. Hier bekommst du viel praktischen Input und Wissen durch neuen Lehrstoff, damit deine „Wurzeln“ tief in das Erdreich wachsen. Erzielst du einen erfolgreichen Abschluss, dann beginnt die Pflanze zu blühen. Nennen wir das gelungene Ausbildungsziel als „Stadium des Blühens“. Nach diesem Stadium folgt für dich „das Stadium des Früchtetragens“. Du wirst in deinem Berufsbild, nach der Übernahme im Ausbildungsbetrieb oder auch in einem neuen Unternehmen, Früchte tragen können. Dieser Prozess kann sich in deinem Leben jederzeit wiederholen. Das alleine liegt an dir, wie du in deinem eigenen „Garten des Lebens“ vorgehen willst.

„Life long employment“:

Spreche deine Großeltern darauf an, wie lange sie im gleichen Unternehmen bzw. in der gleichen Branche waren oder wie es früher generell war, als sie so alt waren wie du. In der Regel wirst du feststellen, dass es früher in der Geschäftswelt etwas anders zuging. Es war quasi schon fast ein unausgesprochenes Übereinkommen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, dass man den Betrieb so gut wie nie verlassen hatte. Zu seinem „Brötchengeber“ hielt man des Öfteren von seiner Ausbildung an bis hin zum Renteneintritt die Treue. Zum anderen spielte neben diesem Loyalitätsgedanken der Faktor „Sicherheitsdenken“ eine große Rolle. Aber ist das so, dass man sich heute noch für einen Ausbildungsberuf entscheidet und bleibt dann immer in diesem Fachbereich und im gleichen Unternehmen? Ganz einfach: NEIN! Das heißt nicht, dass Loyalität und Sicherheit schlechte Attribute sind, sogar ganz im Gegenteil. Dennoch fordert die Marktwirtschaft heute mehr  Flexibilität. Die Globalisierung als Motor unserer schnelllebigen Welt mit permanenter Veränderung bittet uns zum Tanz. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ 

[1] Friedrich Schiller (1759-1805)

Unser erster Rat:

Bleib erst mal ganz locker und verdaue diese Information. Bei unserem ersten persönlichen Termin prüfen wir dann gemeinsam, welcher Nährboden für dich bereitsteht.

Viele Grüße

Dein Smile for Future Team

 

 

Sascha Henrich

Sascha Henrich

Inhaber Smile for Future Berufserfahrung: Personalleitung, HR-Referent, Projektleiter, Coach Expertise: Personalentwicklung und Bewerbermanagement Bewerbungscoaching Dozent und Trainer Qualifikationen: DHBW – Betriebswirtschaftliches Studium (B.A.) Weiterbildung zum Bewerbercoach Zertifizierter Ausbilder

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